Aktuelles

 
2017 Gewinner des Stockstädter Römerhelm (Jurypreis)

Ausstellung "gemaltes Seemannsgarn"
Infos hier



27.12.2017, 20:00 Uhr

Lautenthal, Wunderkammer Variete Theater

Schrille Nacht, Kultweihnachtsvariete

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28.12.2017, 20:00 Uhr

Lautenthal, Wunderkammer Variete Theater

Schrille Nacht, Kultweihnachtsvariete

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29.12.2017, 20:00 Uhr

Lautenthal, Wunderkammer Variete Theater

Schrille Nacht, Kultweihnachtsvariete

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30.12.2017, 20:00 Uhr

Lautenthal, Wunderkammer Variete Theater

Schrille Nacht, Kultweihnachtsvariete

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31.12.2017, 20:00 Uhr

Lautenthal, Wunderkammer Variete Theater

Schrille Nacht, Kultweihnachtsvariete

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Nagelritz Malerei



Folgendes Interview führte der Kunsthistoriker Dr. Markus Bergamon vom kunsthistorischen Institut auf Madagaskar zum Anlaß einer Nagelritz Ausstellung im Warteraum der Antragsstelle für Stückgutabfertigung bei Lebendfracht.

Dr.M.B.: Nagelritz, wie bist du zum Malen gekommen?

N: Als Seemann bekomme ich vieles zu sehen und manche Ereignisse, zum Beispiel wie sich mein Freund Hinnerk im Bermudadreieck in ein Huhn verwandelt hat, sind so unglaublich, das man sie selber sehen muß. Dann male ich sie, weil ich nie einen Fotoapparat habe. Wenn wir einen haben, landet der doch sowieso Ruckzuck im Pfandhaus.

Dr.M.B.: Auffallend ist, dass deine Leinwände nicht aufgespannt sind, sondern wie Moritatentafel ausgerollt werden.

N: Schiffe sind eng, wer je auf einem Schiff gearbeitet hat, weiß das. Darum sind aufgespannte Leinwände nichts für die Praxis an Bord. Meine Bilder rolle ich auf, wenn ich weiter ziehe oder unter Deck gehe, wie ein Segel. Segel ist ein guter Vergleich, die hisst du auch nur, wenn du sie brauchst, danach streichst du sie wieder ein.

Dr.M.B.: Wie findest du deine Motive?

N: Na die Motive finden mich oder plumsen mir vors Auge oder in meinen Kopf, ich transportiere sie dann nur. Das haben wir Seeleute immer gemacht, Dinge von A nach B transportiert. Dabei haben wir aber nicht nur Waren hin und her gebracht, sondern neben Geschlechtskrankheiten auch Kultur und Kunst. Die Kunst des Tätowieren ist erst durch uns Seeleute um die Welt gewandert. Überhaupt die Idee, dass ja auch Information transportiert werden muß, stammt von Seeleuten. Angefangen hat es mit der Flaschenpost bis hin zur Erfindung des Internets. Denn sind wir ehrlich, käme die Idee mit dem Internet vom Ponyexpress, dann würden wir heute nicht durch Netz surfen, sondern galoppieren.

Dr.M.B.: Herzlichen Dank für das Gespräch.

N.: Ja, ja schon gut.